Institut für Volkswirtschaftslehre erhält sieben neue Professuren

An der Universität Zürich erhalten die Volkswirtschaftler grossen Zuwachs und sind neu mit 30 statt wie bisher mit 23 Professoren in Forschung und Lehre präsent. Dieser Zuwachs um rund 30 Prozent erbringt dem Institut für Volkswirtschaftslehre einen wesentlichen Vorteil im internationalen Wettbewerb der Hochschulen.

RAum
Dank zusätzlicher Lehrstühle kann die UZH ihre Rolle als internationaler Vorreiter in der Volkswirtschaftslehre weiter ausbauen. (UZH)

Im internationalen Wettbewerb um die besten Talente beweist die Universität Zürich, dass sie sich auf Augenhöhe mit verschiedenen amerikanischen Eliteuniversitäten bewegt. Sechs der sieben neuen Professoren am Institut für Volkswirtschaftslehre hatten bisher eine Position in Stanford, Harvard oder Chicago inne. Konkret handelt es sich bei den sieben neuen Professuren um 3 ordentliche Professuren und 4 Assistenzprofessuren.

Durch diesen quantitativen wie auch qualitativ hochwertigen Zuwachs erhält das Institut für Volkswirtschaftslehre massiven Aufwind im internationalen Wettbewerb und rückt seinem Ziel, eines der weltweit führenden Forschungs- und Lehrzentren für Volkswirtschaftslehre zu werden, einen grossen Schritt näher. Das Wachstum, von dem das Department of Economics und die Universität Zürich als Forschungsstandort gleichermassen profitieren, ist zu einem beträchtlichen Teil der Unterstützung des UBS Center of Economics in Society zu verdanken.

UBS Center stiftet zwei ordentliche Professuren und eine Assistenzprofessur

Nachdem die Universität Zürich letztes Jahr die ersten vom UBS Center gestifteten Professuren besetzen konnte, folgen nun zwei weitere Stiftungsprofessuren, eine gestiftete Assistenzprofessur sowie eine affiliierte Professur. Sie ergänzen die gestifteten Assistenzprofessuren des Centers sowie ein Dutzend Doktoranden, welche bisher ein Stipendium des UBS Centers erhalten haben. Sämtliche Inhaber dieser Positionen oder Stipendien sind Mitglieder des Departments of Economics, wo sie forschen und lehren. Der Rekrutierungsprozess für diese Positionen wird von der Universität Zürich autonom durchgeführt und Stipendien werden gemäss den Richtlinien der Universität vergeben.

Weiteres Wachstum geplant

Von diesen Berufungen profitieren insbesondere die Studierenden, die von weltweit führenden Experten in aktuellen Forschungsthemen und -methoden ausgebildet werden und dieses Wissen nach dem Studium produktiv für die Wirtschaft einsetzen können. Institutsvorsteher Rainer Winkelmann ergänzt: „In den nächsten 2 Jahren sollen 5 weitere Professuren besetzt werden, um Zürichs Rolle als internationaler Vorreiter in der Volkswirtschaftslehre weiter auszubauen.“

Die Ernennungen im Überblick

Prof. Lorenzo Casaburi wurde auf den 1. September 2016 zum Assistenzprofessor in Entwicklungsökonomie ernannt. Zuvor war Prof. Casaburi Postdoctoral Fellow am Stanford Institute for Economic Policy Research, Stanford University. Seine Interessensschwerpunkte im Bereich der Entwicklungsökonomie liegen auf der Agrarwirtschaft und Staatskapazität in der Subsahara mit Fokus auf die Durchsetzung von steuerpolitischen Massnahmen.

Prof. Damian Kozbur wurde auf den 1. August 2016 zum Assistenzprofessor in Ökonometrie ernannt. Prof Kozbur war zuvor an der ETH Zürich Postdoktorand und befasst sich mit den Herausforderungen im Umgang mit grossen Datensätzen sowie Methoden zur Komplexitätsreduktion. Mit dieser Professur erhält der Forschungs- und Lehrbereich der Ökonometrie einen ausgewiesenen Big Data Experten.

Prof. Guilherme Lichand wurde auf den 1. September 2016 zum Assistenzprofessor in Kindeswohl und Entwicklung, ernannt. Zuvor hat er an der Harvard University sein Doktorat im Bereich Politische Ökonomie erhalten. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern sowie die Psychologie der Armut und das optimale Design von Antikorruptionsmassnahmen.

Prof. Ralph Ossa wurde auf den 1. Januar 2017 auf die Professur für Economics of Globalization and Emerging Markets, gestiftet vom UBS Center, berufen. Zuvor war er als ausserordentlicher Professor an der University of Chicago Booth School of Business tätig. Prof. Ossa’s Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Internationaler Handel und Wirtschaftsgeographie.

Prof. Dina D. Pomeranz wurde auf den 1. Juli 2017 zur Assistenzprofessorin für Mikroökonomie, gestiftet vom UBS Center, ernannt. Prof. Pomeranz war zuvor Assistenzprofessorin an der Harvard Business School, Harvard University. Sie ist bereits im laufenden Semester als Gastprofessorin am Institut tätig.

Prof. Florian Scheuer wurde per 1. Januar 2017 auf die Professur für Economics of Institutions, gestiftet vom UBS Center, berufen. Bisher war er als Assistenzprofessor an der Stanford University und als Gastassistenzprofessor an der Harvard University und UC Berkeley tätig. Zu seinen Forschungsinteressen gehören Finanzwissenschaft, Steuerwesen, Wettbewerbsmärkte und Spieltheorie.

Prof. David Yanazigawa-Drott wurde per 1. September 2016 auf die Professur für Development and Emerging Markets berufen. Prof. Yanazigawa-Drott war zuvor ausserordentlicher Professor an der Harvard Kennedy School, Harvard University. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Wirtschaftsentwicklung und die Politische Ökonomie mit Fokus auf zivile Konflikte, Gesundheit, Information und Massenmedien. Die Professur von David Yanazigawa-Drott ist mit dem UBS Center affiliiert.