Europas Universitätsrektoren treffen sich an der UZH

Zum ersten Mal findet die Jahrestagung der European University Association an der Universität Zürich statt. Mit 850 Mitgliedern ist die EUA die grösste und wichtigste Vereinigung der Universitäten Europas. Rund 400 Rektoren, Präsidentinnen und Führungskräfte diskutieren während drei Tagen über die heutige und die zukünftige Rolle der Universitäten für die Gesellschaft.

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Die UZH ist stolz, erstmals Gastgeberin der Jahreskonferenz der European University Association zu sein. (Bild: EUA)

120 Rektorinnen und Präsidenten und rund 280 weitere Gäste von Universitäten aus 33 europäischen Ländern treffen sich vom 4. bis 6. April 2018 an der UZH zur Jahrestagung der European University Association (EUA). «Es ist eine Ehre für die UZH, erstmals Gastgeberin dieser grossen internationalen Hochschulkonferenz zu sein», sagt UZH-Rektor und Swissuniversities-Präsident Michael Hengartner. Die EUA-Jahrestagung durchzuführen, sei zudem eine wertvolle Gelegenheit, den ausgezeichneten internationalen Ruf der UZH und der Schweizer Hochschullandschaft weiter zu festigen, ergänzt Hengartner.

Lösungen für aktuelle Herausforderungen

Die Konferenz widmet sich dem Thema «Engagierte und verantwortungsbewusste Universitäten gestalten Europa». Im Fokus der zehn Präsentations- und Diskussionsveranstaltungen steht die Rolle und die Bedeutung der Universitäten für die Gesellschaft sowie deren Beiträge, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Beispiele sind etwa die soziale Ungleichheit, der demografische Wandel, Digitalisierung und Automatisierung sowie die Migration. Weitere Aspekte sind der zunehmende Populismus, der das Vertrauen in die Wissenschaft untergräbt, und politische Konflikte, welche die Demokratie und zentrale europäische Werte auf die Probe stellen.

Champions Leage europäischer Forschung und Innovation

Dass die EUA-Jahreskonferenz an der UZH stattfindet, kommt für Michael Hengartner zu einem guten Zeitpunkt. Gegenwärtig werden nämlich die Weichen gestellt für das Nachfolgeprogramm des 8. Forschungsrahmenprogramms der EU, Horizon 2020, das noch bis Ende 2020 dauert. «Die Schweizer Hochschulen bewegen sich seit vielen Jahren sehr erfolgreich in der Champions Leage der europäischen Forschung und Innovation. Und hier gilt es anzuknüpfen», betont Hengartner. Die EUA-Konferenz bietet für die Schweizer Hochschulleitungen eine ideale Gelegenheit, sich direkt mit zahlreichen Führungspersonen europäischer Universitäten auszutauschen und gemeinsam über die Zukunft des Forschungs- und Bildungsraums Europa zu denken.

European University Association (EUA)

Die European University Association (EUA) ist ein Netzwerk der Universitäten von 47 europäischen Ländern. Ihre grundlegende Rolle ist es, die europäische Bildung und Forschung zu stärken. Die Vereinigung ist 2001 aus dem Zusammenschluss der Association of European Universities und der Confederation of European Union Rectors' Conferences hervorgegangen. Mit 850 Mitgliedsuniversitäten, in denen 17 Millionen Studierende eingeschrieben sind, ist die EUA die grösste und umfassendste Organisation, welche die Universitäten in Europa vertritt. Als unabhängige Stimme unterstützt und fördert die EUA die Interessen sowohl der Hochschulen wie auch des gesamten Hochschulsektors.