UBS verlängert ihr Engagement an der Universität Zürich

UBS spendet über die nächsten zehn Jahre rund 25 Millionen Schweizer Franken zur Weiterführung des UBS Center for Economics in Society an der Universität Zürich. Damit verlängert sie ihr Engagement bis 2032.

Ernst Fehr im Gespräch mit Joschka Fischer, ehemaliger Aussenminister Deutschlands, an einem der öffentlichen Events des UBS Center for Economics in Society.
Ernst Fehr im Gespräch mit Joschka Fischer, ehemaliger Aussenminister Deutschlands, an einem öffentlichen Event des UBS Center for Economics in Society.

Das UBS Center for Economics in Society (UBS Center) wurde 2012 als Assoziiertes Institut an der Universität Zürich (UZH) gegründet. Möglich machte dies eine 100-Millionen-Spende der UBS anlässlich ihres 150-jährigen Jubiläums. Nun hat UBS entschieden, ihr Engagement mit einer neuen Finanzierung von rund 25 Millionen Schweizer Franken um weitere zehn Jahre zu verlängern, um das bisher Erreichte weiterzuführen. «Gerade auch in schwierigen Zeiten nehmen wir weiterhin unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr», sagt UBS Group Chief Executive Officer Sergio Ermotti. «Unser erneutes Engagement ist ein klares Bekenntnis zum Bildungs- und Wissenschaftsstandort Schweiz.» «Ich freue mich sehr über die Verlängerung des Engagements der UBS. Das UBS Center ist von grosser Bedeutung für den Erfolg des Department of Economics», sagt Gabriele Siegert, Rektorin ad interim der Universität Zürich.

Europäische Werte und Ansichten in internationalen Diskurs einbringen

Die Universität Zürich gehört im Bereich Ökonomie mittlerweile zu den besten Adressen in Europa – nicht zuletzt dank dem UBS Center, das sich in der Schweiz als Impulsgeber und Dialogplattform für Wissenschaft, Politik und Praxis etablieren konnte. Der Ruf des UBS Centers reicht jedoch weit über sie Schweizer Grenzen hinaus, wie Ernst Fehr, UZH-Ökonomieprofessor und Direktor des UBS Centers, betont: «Dank dem UBS Center ist es dem Department of Economics gelungen, international herausragende WissenschaftlerInnen und DoktorandInnen anzuziehen. Dies hat einen sich selbst verstärkenden Prozess in Gang gesetzt, der die einzigartige Chance bietet, längerfristig zu den weltweit führenden Wirtschaftsinstituten zu gehören.» Laut Fehr sind die Wirtschaftswissenschaften heute von US-amerikanischen Hochschulen dominiert. «Dies muss sich ändern, damit Europas Stimme, Werte und Ansichten in den führenden Debatten gehört werden können. Die Fortsetzung der Kooperation zwischen UBS Foundation und der UZH hilft uns, dieses Ziel zu erreichen.»

Zusätzliche Professur und Weiterführung der Doktoratsstipendien

Mit der Jubiläumsspende konnten seit 2012 sieben neue Stiftungsprofessuren am Department of Economics geschaffen werden. Mit der neuen Spende von UBS erhält die UBS Foundation die Mittel und die Möglichkeit, um in Zukunft eine zusätzliche Professur zu stiften und das bestehende Stipendienprogramm für Doktorierende der Zurich Graduate School of Economics weiterzuführen. Das UBS Center wird sich weiterhin auf den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft fokussieren.

Mit der Verlängerung des Engagements kann das Department of Economics sein ambitioniertes Ziel weiterverfolgen, mittelfristig zu den weltweit führenden Wirtschaftsinstituten zu gehören. Dass dieses Ziel durchaus erreichbar ist, attestierten letztes Jahr diverse externe Gutachter, allen voran die Nobelpreisträger George Akerlof und Oliver Hart sowie David Laibson (Harvard). In ihren Berichten halten sie fest, dass das UBS Center zu einem internationalen Markenzeichen geworden sei und beispielhaft aufzeige, wie wissenschaftlicher Output, Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit an Universitäten verstärkt werden können. Diese positiven Stimmen waren für die Vertragspartner mit ein Grund, die Kooperation um weitere zehn Jahre zu verlängern.

Wie bisher wird auch in Zukunft Ernst Fehr dem Center als Direktor vorstehen. Das Center behält seinen hochkarätig besetzten Beirat, der sich aus renommierten Ökonominnen und Ökonomen, darunter mehrere Nobelpreisträger, zusammensetzt.