Farbstoffe, Werkstoffe und ein Feuerwerk: UZH und ETH laden zum «Tag der Chemie»

Medikamente, Kommunikationstechnologien, Textilien, Farben – viele der kulturellen Errungenschaften, die unseren Alltag prägen, sind ohne Chemie gar nicht denkbar. «Kulturleistung Chemie» lautet denn auch das Motto, unter dem die Universität Zürich und die ETH Zürich im Internationalen Jahr der Chemie zu mehreren Veranstaltungen einladen. Höhepunkt ist der Publikumsevent am Samstag, 18. Juni 2011: Am «Tag der Chemie» dreht sich alles um Stoffe, um «Duftstoffe, Kunststoffe, Farbstoffe» bei der Universität Zürich auf dem Irchel, um «Werkstoffe, Wirkstoffe, Naturstoffe» auf dem Hönggerberg der ETH Zürich.

Ausstellungen, Musik, Vorträge, Comedy, Shows, Laborrundgänge und ein Feuerwerk – auf unterhaltsame, spannende und vielfältige Weise kann die Bevölkerung am Samstag, 18. Juni 2011, die Kulturleistungen der Chemie entdecken. Auf nicht-alltägliche Art wird sie erfahren, wie viel Chemie im eigenen Alltag steckt. Die Veranstaltung soll aufzeigen, welche Bedeutung diese zentrale naturwissenschaftliche Disziplin für die heutige Menschheit hat – beispielsweise bei so dringlichen Themen wie die nachhaltige Energieerzeugung oder die Versorgung der Menschen mit genügend sauberem Trinkwasser. Nicht zuletzt sollen so auch Vorurteile der Chemie gegenüber abgebaut werden.

Die Universität Zürich mit dem Fachbereich Chemie-Biochemie und die ETH Zürich mit dem Departement Chemie und Angewandte Wissenschaften sowie dem Departement Materialwissenschaft haben ein reichhaltiges Programm zusammengestellt und laden Jung und Alt ein, ihre Standorte Irchel und Hönggerberg zu besuchen. Für einen Tag öffnen sie die Türen ihrer Gebäude, für den mühelosen Wechsel zwischen den Event-Lokalitäten steht ein Pendelbus bereit.

Auf dem Irchel, Universität Zürich: Stoffe für einen farbigeren und schöneren Alltag

Das Programm der Universität Zürich zum Themenkreis «Duftstoffe, Kunststoffe, Farbstoffe» spricht alle Sinne an: In Vorträgen erfahren die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes zu visuellen Phänomenen wie Ornamenten, Mustern und Kristallen, zur Kulturgeschichte des Parfums, oder sie hören, wie der Geschmack ins Essen kommt. Auf Labortouren begegnen sie unter anderem fluoreszierenden Molekülen. Erwachsene wie Kinder vergnügen sich an den Ständen, letztere etwa auf dem Kletterdiamant oder mit der supraleitenden Eisenbahn. Während die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen Einblick in topaktuelle Projekte gewähren, geben junge Forschende Auskunft über ihre Ausbildung und Arbeit sowie über die Faszination der Chemie. Auf verständliche Weise erläutern sie, wie Chemie funktioniert, was die chemische Forschung zur Lösung globaler Fragen leisten kann und wie Chemie und Kultur miteinander verbunden sind.

Besonders sinnlich verspricht das Abendprogramm zu werden: Nach einem Barbecue im Park und einem Vortrag zur Geschichte des Feuerwerks gibt es diese Kulturleistung der Chemie auch noch zu sehen: Das grosse Barockfeuerwerk ist eine eigentliche Symphonie aus Licht und Farben, mit geheimnisvollem Bengallicht, funkelnden Silberfeuern und Goldregen verzaubert es Landschaft und Besucher gleichermassen.

Auf dem Hönggerberg, ETH Zürich: Wie Stoffe werken und wirken

Das Programm der ETH Zürich steht unter dem Thema «Werkstoffe, Wirkstoffe, Naturstoffe» und lässt die Besucher viel über das Wirken verschiedenster Stoffe erfahren: Etwa bei den leichtverständlichen Vorträgen zu Dopingtests beim Ausatmen, zu neuen metallischen Werkstoffen, zu Impfstoffen, zu Freien Radikalen oder auch zu Nanopartikeln. Selber werken können vor allem die Kinder: In die Rolle eines Chemikers oder einer Chemikerin schlüpfen und experimentieren, heisst es bei den verschiedenen Versuchsstationen. Ausserdem ist Globi zu Gast, um die Chemie zu entdecken und sein neues Buch zu signieren.

Weitere Programmpunkte sind «Molekulares Kochen mit Profis», «Comedy» mit Fabian Unteregger und eine unterhaltsame Experimentalvorführung mit verblüffenden Phänomenen aus der Chemie. Der ETH-Chemiker und Pianist Daniel Fankhauser und die von ihm gegründete, studentische Musikplattform der ETH Zürich bieten ein musikalisches Programm mit «Klaviersound» und «Notenfeuerwerk». Auch an der ETH stehen die Labortüren offen, und darüber hinaus können auch das Informationszentrum, die Werkstatt und der Shop für Laborbedarf besichtigt werden. Und auch auf dem Hönggerberg erhalten Studieninteressierte Informationen zum Studienangebot und zu studentischen Vereinigungen – Studentinnen und Studenten geben hier ihre Erfahrungen weiter.