Kommunikationsspezialisten für die Schweiz

92 Prozent der Absolventinnen und Absolventen der Publizistik- und Kommunikations­wissenschaft finden durchschnittlich fünf Wochen nach Abschluss eine Festanstellung. Sie können sich als Kommunikations-spezialistinnen und -spezialisten in verschiedenen Branchen behaupten. Dies zeigt die Befragung von Lizentiats­absolventinnen und -absolventen des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ), die soeben von Katrin Reichel und Werner Wirth publiziert wurde. 

Das Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung (IPMZ) der Universität Zürich bildet schweizweit am meisten Studierende in diesem Fachgebiet aus. Wohin es die zahlreichen Absolventinnen und Absolventen nach ihrem Studienabschluss zieht, zeigt die neueste Absolventenbefragung.

92 Prozent fest angestellt

92 Prozent der Absolventinnen und Absolventen der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft haben eine feste Anstellung. Die Studienergebnisse zeigen zudem, dass 60 Prozent der Befragten direkt nach dem Hochschulabschluss eine Arbeitsstelle antreten konnten. Bei den übrigen dauerte die Stellensuche durchschnittlich drei Monate. Die Absolventinnen und Absolventen gehen mehrheitlich einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung nach und können sich trotz einer wirtschaftlich zum Teil angespannten Lage auf dem schweizerischen Markt gut behaupten.

In zahlreichen Branchen tätig

Da das Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft thematisch vielfältig, aber branchen­unabhängig auf Kommunikationsaufgaben vorbereitet, können die Absolventinnen und Absolventen in zahlreichen Branchen Fuss fassen. Etwa die Hälfte der Absolventen (51 Prozent) arbeitet als Kommunikationsspezialisten in verschiedenen Branchen, darunter auch solche, die auf den ersten Blick als nicht typisch erscheinen (beispielsweise der Bankensektor). 49 Prozent finden in der Werbe- und PR-Branche sowie im Mediensektor eine Stelle. Die Absolventinnen und Absolventen planen strategische Werbe- und PR-Massnahmen, sind zuständig für die interne und externe Kommunikation und übernehmen dabei auch Führungsverantwortung. Mit zunehmender Berufserfahrung reduziert sich die Anzahl jener, welche beratend und administrativ tätig sind.

Literatur:

Katrin, Reichel, Wirth, Werner (Hrsg.). Kommunikationsspezialisten für die Schweiz. Eine Studie über die Absolventinnen und Absolventen des Instituts für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ). 2011

Zur Studie

2009 wurden 1‘051 (N) ehemalige Studentinnen und Studenten des IPMZ, die zwischen 2004 und 2009 ihr Studium beendet hatten, per E-Mail angeschrieben. 75 Prozent (n=786) der versandten Einladungsmails konnten zugestellt werden. 44 Prozent (n=346) der erfolgreich kontaktierten Ehemaligen nahmen an der Online-Befragung teil. Aktuell befindet sich die erste Bachelor-Absolventenbefragung im Feld. Ihre Ergebnisse werden im Frühjahr 2012 kommuniziert.

Die vorliegende Befragung ist die vierte, die am IPMZ erarbeitet wurde (Bonfadelli & Saxer, 1987; Karagiannis, Pozzi & Wyss, 2000; Marr, 2007). Das Buch ist jetzt bestellbar beim vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich.

www.ipmz.uzh.ch