Universität Zürich entlässt Prof. Christoph Mörgeli

Die Universität Zürich hat Prof. Christoph Mörgeli heute Freitag, 28. September 2012, die Kündigung ausgesprochen. Er wird als Oberassistent und Konservator des Medizinhistorischen Museums aufgrund ungenügender Leistung und schwerwiegender Loyalitätspflichtsverletzungen entlassen. Prof. Mörgeli ist per sofort freigestellt.

Was die Universität Zürich an einer Medienkonferenz von letztem Freitag angekündigt hat, ist jetzt erfolgt: Prof. Christoph Mörgeli ist entlassen und per sofort freigestellt worden. Das Arbeitsverhältnis wird unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist per 31. März 2013 aufgelöst.

Anlässlich der Mitarbeiterbeurteilung vom 10. Februar 2012 wurde die Leistung von Prof. Mörgeli als ungenügend beurteilt. Es wurden Ziele vereinbart, die gemäss erfolgter Überprüfung im Hinblick auf die ursprünglich geplante zweite Mitarbeiterbeurteilung vom 21. September 2012 klar nicht erreicht wurden. Prof. Mörgeli ist seinen Pflichten als Konservator des Medizinhistorischen Museums und als Verantwortlicher der Objektsammlung ungenügend nachgekommen.

Ausschlaggebend für die Kündigung ist nebst der ungenügenden Leistung auch das Verhalten von Prof. Christoph Mörgeli. Er hat die Loyalitätspflicht gegenüber der Universität Zürich schwer verletzt und das Vertrauensverhältnis massiv und unwiederbringlich zerstört. Wie bereits letzte Woche mitgeteilt, sind damit beispielsweise die verbalen Angriffe gegenüber seinem direkten Vorgesetzten und die Mobbingvorwürfe gegenüber Mitarbeitenden der UZH angesprochen. Der ursprünglich geplanten zweiten Mitarbeiterbeurteilung mit Ansetzung einer Bewährungsfrist wurde somit die Grundlage entzogen, da die Bewährungsfrist ihren Zweck nicht mehr hätte erfüllen können. 

Die Universität Zürich hat Prof. Mörgeli das rechtliche Gehör gewährt. Die Stellungnahme seines Rechtsanwaltes ging am Donnerstag, 27. September 2012, bei der UZH ein. Nach deren Überprüfung kam die UZH zum Schluss, dass das Anstellungsverhältnis mit Prof. Mörgeli zu kündigen und er per sofort freizustellen sei.

Die UZH wird Prof. Mörgeli ermöglichen, seine wissenschaftliche Arbeit als Titularprofessor weiterzuführen. Dazu soll eine separate Vereinbarung getroffen werden.

Gegen die Kündigung und die Freistellung besteht die Möglichkeit, innert 30 Tagen bei der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen Rekurs zu erheben und anschliessend den Entscheid der Rekurskommission an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich weiterzuziehen.

Auskünfte:

Prof. Dr. Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich, steht heute Freitag ab 13.30 Uhr für Anfragen zur Verfügung.