Das Alter und die Männer im Visier der neuen Ringvorlesungen

Das Alter aus Sicht verschiedener Nationen, Kulturen und Disziplinen ist Gegenstand der Ringvorlesung «Alter(n) ohne Grenzen?», die vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich neu angeboten wird. Eine Themenannäherung aus der Perspektive verschiedener Fachrichtungen ermöglicht auch die Vorlesungsreihe «Der Mann. Eine interdisziplinäre Herausforderung». Beide Ringvorlesungen gehören zu den öffentlichen Veranstaltungen der Universität Zürich und sind gratis.

Ethiker, Ethnologinnen, Altersforscher, Soziologinnen sowie Expertinnen und Experten weiterer Wissenschaftsbereiche fragen nach den Grenzen des Alters. Sie thematisieren dabei die Grenze zum Lebensende ebenso wie Landesgrenzen: So geht eine der Vorlesungen auf die Grenzerfahrungen rund um Sterben, Tod und Trauer ein, und eine andere fragt, was es heisst, im Ausland zu altern: Was heisst es, in einer anderen Kultur alt zu werden? Oder welche sozialen Grenzerfahrungen machen Schweizer Männer, die für ihre Alterspflege ausländische Frauen zu sich kommen lassen? Und – in der Folge davon – welche Grenzerfahrungen machen diese Arbeitsmigrantinnen, wenn ihnen ihre alte Heimat fremd geworden ist?

Wann ist ein Mann ein Mann?

Auch die zweite Vorlesungsreihe dieses Frühlingssemesters verspricht vielfältige Einblicke in ihr Thema: Unter dem Titel «Der Mann. Eine interdisziplinäre Herausforderung» werden gesellschaftliche Ideale und Klischees durchleuchtet, verschiedene Männlichkeitsentwürfe auf den Prüfstand gestellt, und die Wechselwirkungen von Gesellschaft und Wissenschaft analysiert. Diese Ringvorlesung geht Fragen nach wie: Inwieweit prägen gesellschaftliche Vorstellungen über Männer und Männlichkeit die Theoriebildung und Forschung in so unterschiedlichen Fächern wie Biologie, Neuropsychologie, Ökonomie, Rechtswissenschaft oder auch Sport- und Medienwissenschaft? Welche Bilder von Männlichkeit herrschen in diesen Disziplinen? Und – in der Umkehrung – wie beeinflussen wissenschaftliche Erkenntnisse gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit und öffentliche Diskurse zum Thema «Mann»? Als Schlusspunkt der Veranstaltungsreihe angekündigt ist eine Podiumsdiskussion, an der Vertreterinnen und Vertreter aus Männerforschung und Gleichstellungspolitik über Konzepte und Zukunftsentwürfe des Männlichen diskutieren.

Zwei Reihen aus zweitausend Veranstaltungen

Mit jährlich über 2’000 öffentlichen Veranstaltungen bietet die Universität Zürich dem interessierten Publikum ein umfassendes Angebot und vielfältige Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Wissenschaft – etwa die Vortragsreihe «Ethik und Politik in Zeiten des Klimawandels» oder die Nachhaltigkeitswoche anfangs März, um zwei Beispiele zu nennen. Die Veranstaltungen adressieren verschiedene Interessen und Zielgruppen, und nebst Vorträgen stehen auch Diskussionsrunden, Filmabende, Führungen, Workshops und andere Veranstaltungsformen auf dem Programm. Ein Blick in die UZH-Agenda lohnt sich ebenso wie das Abonnement des Newsletters mit der wöchentlichen Selektion unseres Redaktionsteams.

Die Ringvorlesungen

Die beiden Ringvorlesungen des Frühlingssemesters 2013 finden im Hauptgebäude der Universität Zürich statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

«Alter(n) ohne Grenzen? – Internationale, interkulturelle und interdisziplinäre Perspektiven»
Ringvorlesung des Zentrums für Gerontologie der Universität Zürich
Mittwoch von 18.15–19.45 Uhr; alle zwei Wochen
Universität Zürich, Zentrum, Rämistrasse 71, 8006 Zürich; Raum: KOL-F-121
Programm

«Der Mann. Eine interdisziplinäre Herausforderung»
Ringvorlesung der Kommission für interdisziplinäre Veranstaltungen der Universität Zürich und der ETH Zürich (KIV)
Donnerstag von 18.15–20.00 Uhr; wöchentlich
Universität Zürich, Zentrum, Rämistrasse 71 (Eingang Karl-Schmid-Str. 4), 8006 Zürich; Raum: KO2-F-180
Programm

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