UZH bezieht neuen Life Sciences-Standort in Schlieren

Als Lösung für die akute Raumnot wird die Universität Zürich im Bio-Technopark in Schlieren einen neuen Life Sciences-Standort beziehen. Bis zu 200 Mitarbeitende der Universität Zürich, des Universitätsspitals und der Psychiatrischen Universitätsklinik werden dort ab Ende 2013 forschen und arbeiten. Nach zehn bis fünfzehn Jahren sollen sie in neue beziehungsweise sanierte Bauten auf dem Campus Irchel und im Universitäts-Zentrum zurückkehren.

Die Life Sciences-Fächer der Universität Zürich leiden unter erheblichen Raumengpässen bei Laborflächen und Flächen für Tierzucht und -haltung. Grund dafür sind gekündigte Mietverträge für angemietete Flächen. Ausserdem werden Rochadeflächen für die anstehenden Erneuerungen und Erweiterungen im Zentrum benötigt. Zusätzlicher Raumbedarf entsteht auch wegen den steigenden Studierendenzahlen, neuen Professuren und mehr Drittmittelprojekten. «Gesamthaft fehlen der Universität Zürich aktuell mehr als 5’000 Quadratmeter für Labors und circa 1’750 Quadratmeter für Tierzucht und Tierhaltung», erklärt Stefan Schnyder Direktor Finanzen, Personal und Infrastruktur.

Um die kurz- und mittelfristigen Raumengpässe zu beheben respektive zu überbrücken, mietet sich die Universität im bestehenden Bio-Technopark in Schlieren ein und schafft dort einen neuen Life Sciences-Standort für die kommenden Jahre. «Der Standort Schlieren stellt eine geeignete Zwischenlösung für 10 bis 15 Jahre dar,» sagt Stefan Schnyder. Die Universität wird im zehngeschossigen Laborgebäude, das derzeit auf dem Areal an der Wagistrasse 12 gebaut wird, sieben Geschosse beziehen. Ebenfalls beabsichtigt sie, bis Ende 2014 an der Wagistrasse 13A weitere drei Geschosse eines Neubaus für die Tierhaltung und -zucht zu mieten.   

Forscherinnen und Forscher ziehen um

Gegen 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Medizinische Genetik, des Instituts für Medizinische Molekulargenetik, der Psychiatrischen Forschung und Forschungsgruppen des Universitätsspitals werden nach Schlieren umziehen und dort forschen und arbeiten. Die ersten Mitarbeitenden werden Ende 2013 in das neue Laborgebäude einziehen.

Längerfristig will sich die UZH wieder auf die beiden Standorte Zentrum und Irchel konzentrieren. «Dies ist aber erst möglich, wenn die Erneuerungen und Erweiterungen im Zentrum und am Irchel realisiert und die Gebäude dort bezugsbereit sind», erklärt Schnyder. Er geht davon aus, dass die Raumengpässe der Universität Zürich erst in den Jahren 2020 bis 2025 behoben sein werden.