Forschende der UZH werben am meisten Starting Grants des SNF ein

Die Universität Zürich hat einen erfolgreichen Forschernachwuchs: 8 von insgesamt 27 Starting Grants des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gehen an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UZH. Die Forschenden erhalten rund 1,5 Millionen Schweizer Franken für ihre Projekte. Der SNF vergibt die Grants aufgrund des zwischenzeitlichen Ausschlusses der Schweizer Forschenden vom EU-Rahmenforschungsprogramm «Horizon 2020».

Die meisten der SNSF Starting Grants gehen an die UZH: Acht Forschende aus den Disziplinen Soziologie, Volkswirtschaft, Physik, Informatik, Psychiatrie, Immunologie und Infektiologie erhalten je rund 1,5 Millionen Schweizer Franken für ihre fünfjährigen Forschungsprojekte. Damit schneidet die Universität Zürich von allen Schweizer Forschungsinstitutionen am besten ab: Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hatte insgesamt 142 Bewerbungen evaluiert, vergeben wurden schliesslich 27 SNSF Starting Grants, was einer Quote von 19 Prozent entspricht.

Die Vergabe der SNSF Starting Grants erfolgt im Rahmen der Übergangsmassnahme «Temporary Backup Schemes» des SNF, die im Zusammenhang steht mit dem Ausschluss der Forschungseinrichtungen der Schweiz vom EU-Rahmenforschungsprogramm «Horizon 2020» in diesem Jahr. Durch die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative durften sich die Schweizer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Ende Februar bis Mitte September 2014 nicht für die renommierten ERC Grants bewerben. Der Schweizerische Nationalfonds überbrückte diese Lücke mit der Finanzierung von SNSF Starting Grants und SNSF Consolidator Grants.

Insgesamt über 40 Millionen Schweizer Franken vergeben

Mit einem SNSF Starting Grant erhalten die Wissenschaftler je bis zu 1,5 Millionen Schweizer Franken und damit die Möglichkeit, an ihren Forschungsprojekten zu arbeiten und eine Forschungsgruppe aufzubauen. Die Gastinstitutionen erhalten zudem pro Grant 15 Prozent der Grant-Summe, um den Overhead für indirekte Forschungskosten zu decken. Für die 27 Starting Grants zahlt der SNF über 40 Millionen Schweizer Franken aus.

Folgende Forschende, die die UZH als Gastinstitution angeben, erhalten einen SNSF Starting Grant: (Name, Gastinstitut, Projekt)

Frank Scharnowski, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, für das Projekt «Treatment of Human Brain Dysfunction with Neurofeedback»

Heiko Rauhut, Soziologisches Institut, für das Projekt «Social norms, cooperation and conflict in scientific collaborations»

David Dorn, Institut für Volkswirtschaftslehre, für das Projekt «Trade, Innovation and Labor Markets»

Nicola Serra, Physik-lnstitut, für das Projekt «Search for hidden particles: exploring the high intensity frontier»

Davide Scaramuzza, Artificial Intelligence Lab, Institut für Informatik, für das Projekt «Low-latency, Vision-based Agile Quadrotor Flight»

Melanie Greter, Institut für Experimentelle Immunologie, für das Projekt «Targeting the Mononuclear Phagocyte System: Generating Specificity within Heterogeneity»

Roger Kouyos, Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene, UniversitätsSpital Zürich, für das Projekt «Using transmission networks for assessing and guiding prevention efforts in hiv»

Johan Juul Chang, Physik-Institut, für das Projekt «Quantum Many-body Physics in Solids»