Universität Zürich will die Erweiterte Universitätsleitung und ihre Stände neu organisieren

Die Erweiterte Universitätsleitung soll breiter abgestützt und mit mehr Kompetenzen gestärkt werden. Das administrative und technische Personal ist als neuer Stand vorgesehen. Der heutige Stand des Mittelbaus wird auf die beiden Stände des wissenschaftlichen Nachwuchses und der wissenschaftlichen Mitarbeitenden aufgeteilt. Das sehen zwei weitere Vorlagen zur Reorganisation der universitären Governance vor, deren interne Vernehmlassung bis Ende Januar 2015 geplant ist. 

Das oberste akademische Organ der Universität Zürich, die Erweiterte Universitätsleitung (EUL), soll in Zukunft gestärkt und breiter abgestützt werden. Die Prodekaninnen bzw. Prodekane Lehre der Fakultäten sollen neu als stimmberechtigte Mitglieder an den Sitzungen der EUL teilnehmen, und die Stände können einen zusätzlichen Vertreter oder eine Vertreterin in die EUL delegieren. Ausserdem soll die EUL die von den Fakultäten erlassenen Studienordnungen künftig genehmigen. «Damit kommen wir unserem Ziel näher, die Lehrentwicklung an der UZH fakultätsübergreifend zu unterstützen und zu koordinieren», sagt Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich.

Ueberschneidungen der Stände vermeiden

Vier statt drei Stände sollen künftig die Mitbestimmung an der Universität Zürich wahrnehmen können: die Studierenden, der wissenschaftliche Nachwuchs, die wissenschaftlichen Mitarbeitenden und das administrative und technische Personal. Letzteres wird damit neu als zusätzlicher Stand anerkannt. Hingegen bilden die Privatdozierenden keinen eigenen Stand mehr: Sie sind künftig in der Regel im Stand der wissenschaftlichen Mitarbeitenden vertreten, wozu das etablierte wissenschaftliche Personal, wie wissenschaftliche Abteilungsleiterinnen und -leiter sowie Personen mit Lehranstellungen, gezählt wird. Üben sie hingegen eine Tätigkeit in der Universitätsverwaltung aus, gehören sie zum Stand des administrativ-technischen Personals.

Als weitere Neuerung soll sich der heutige Stand des Mittelbaus auf die beiden Stände der wissenschaftlichen Mitarbeitenden und des wissenschaftlichen Nachwuchses aufteilen. Zum letztgenannten zählen Assistierende, Oberassistierende, Doktorierende und Postdoktorierende. «Wir ordnen die Stände neu anhand der Funktionen der Mitarbeitenden und der wissenschaftlichen Stufe auf der sie sich befinden. Mit der Neuordnung können heute bestehende Überschneidungen zwischen den Ständen vermieden werden», erklärt Michael Hengartner.

Universitäre Vernehmlassung bis Ende Januar 2015

Die Fakultäten der Universität Zürich, alle Stände (Privatdozierende, Mittelbau und Studierende) sowie das administrativ-technische Personal haben nun bis Ende Januar Zeit, zu den Vorschlägen der Universitätsleitung zur Reorganisation der Stände und der EUL Stellung zu nehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt werden auch die Vernehmlassungen zur neuen Struktur der Universitätsleitung und zur Reorganisation von Habilitation und Titularprofessur abgeschlossen sein.

Die vorgeschlagenen Reorganisationen bedingen Anpassungen des Universitätsgesetzes und der Universitätsordnung.

nullProf. Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich, steht am 22.10. zwischen 16 und 17 Uhr für Anfragen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich unter der Nummer 044 634 44 64 an. null