Martin Jinek mit Vallee Young Investigator Award ausgezeichnet

Martin Jinek, Professor am Biochemischen Institut der Universität Zürich, hat den diesjährigen Vallee Young Investigator Award erhalten. Der internationale Preis zeichnet ausserordentliche Leistungen junger Forscherinnen und Forscher im Bereich Biomedizin aus. Er ist mit einem Preisgeld von 250'000 US-Dollar dotiert. 

Professor Martin Jinek beschäftigt sich schwergewichtig mit einem ausgeklügelten bakteriellen Abwehrmechanismus, dem sogenannten CRISPR-System, das heutzutage im Bereich der Gentechnologie vielseitig eingesetzt wird.

In seinen neusten Arbeiten ist es ihm gelungen, die genaue Funktionsweise des Systems und der daran beteiligten Komponenten bis aufs atomare Niveau aufzuklären. Mit diesen Erkenntnissen eröffnen sich neue Möglichkeiten für eine gezielte Anwendung in der Gentherapie, etwa in der Behandlung von Erbkrankheiten.

Der 35-jährige Martin Jinek hat an der Universität Cambridge studiert und seinen Doktortitel in Heidelberg erworben. Vor zwei Jahren ist er nach einem mehrjährigen Forschungsaufenthalt an der University Berkeley, Kalifornien, ans Biochemische Institut der Universität Zürich gekommen.

Die erfolgreiche Forschung von Professor Jinek wurde bereits mit Publikationen in renommierten Fachzeitschriften und mit diversen Preisen honoriert. So erhielt er 2013 vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen namhaften Starting Grant sowie den John Kendrew Preis des Europäischen Molekularbiologie Labors (EMBL) in Heidelberg. Ausserdem wurde Martin Jinek mit dem diesjährigen Friedrich Miescher Preis ausgezeichnet – einer der wichtigsten nationalen Auszeichnungen für junge Forscher.

Vallee Young Investigator Award

nullnullDie Vallee Foundation, Boston verleiht jedes Jahr den Vallee Young Investigator Award an junge Wissenschaftler für ausserordentliche Forschungsarbeit in der Biomedizin. Ausschlaggebend für die Auszeichnung sind u.a. die Originalität, die Innovationsleistung, die Qualität und Unabhängigkeit der Forschung. Das Preisgeld von 250'000 US-Dollar soll der Grundlagenforschung zugute kommen. null