Neuste Medienmitteilungen

  • Malaria verseuchte Mittelmeerraum schon zu Römer Zeiten

    Malaria war auf Sardinien bereits zu Zeiten der Römer verbreitet und nicht erst im Mittelalter. Forschende des Instituts für Evolutionäre Medizin der Universität Zürich weisen dies anhand eines vor rund 2000 Jahren verstorbenen Römers nach.

  • Grossmäuliger Fisch war nach Massenaussterben Spitzenräuber

    Die Nahrungsketten erholten sich nach dem verheerenden Massenaussterben vor rund 252 Millionen Jahren rascher als bisher angenommen. Das zeigt der fossile Schädel eines grossen Raubfisches namens Birgeria americana, den Paläontologen der Universität Zürich in der Wüste Nevadas entdeckt haben.

  • Auslöser für Resistenz gegen Krebs-Immuntherapie entdeckt

    Mit der Krebs-Immuntherapie wird das körpereigene Abwehrsystem gegen die Tumorzellen aktiviert. Bei den meisten Patienten werden die Krebszellen jedoch resistent gegen die verwendeten Medikamente. Für die Entwicklung dieser Resistenz ist ein epigenetisches Kontrollprotein zentral, wie Forschende der Universität Zürich und des UniversitätsSpitals Zürich am Beispiel des Hautkrebses zeigen.

  • Blutstammzellen reagieren selbst auf schwere Infektionen

    Forschende der Universität Zürich zeigen erstmals, dass Blutstammzellen Infektionserreger auch selbst bemerken und sich zu teilen beginnen – also ohne die Signale von Wachstumsfaktoren. Allerdings schädigt diese direkte Produktion von Abwehrzellen die Blutbildung längerfristig, was im Alter zu bösartigen Erkrankungen der Blutstammzellen führen könnte.

  • Titandioxid-Nanopartikel können Darmentzündungen verstärken

    Titandioxid, eines der meistproduzierten Nanopartikel weltweit, wird vermehrt auch in Lebensmitteln eingesetzt. Nehmen Darmzellen Titandioxid-Partikel auf, führt dies bei Mäusen mit einer Darmerkrankung zu mehr Entzündungen und Schädigungen der Darmschleimhaut. Die Forschenden der Universität Zürich empfehlen Patienten mit Darmentzündungen, auf Nahrungsmittel zu verzichten, die Titandioxid enthalten.

  • Neuer bakterieller Abwehrmechanismus von CRISPR-Cas-Systemen entdeckt

    Forschende unter der Leitung von UZH-Professor Martin Jinek haben einen neuen Abwehrmechanismus entdeckt, mit dem sich Bakterien gegen eindringende Viren verteidigen. Wird ihr Immunsystem sehr stark beansprucht, produziert das CRISPR-Cas-System ein chemisches Signal, das ein weiteres Enzym aktiviert. Dieses hilft, das genetische Material des Angreifers zu zerstören – sehr ähnlich wie das angeborene Immunsystem des Menschen Viren bekämpft.

  • Hauptansteckungsquelle von Infektionen nach Herzoperationen identifiziert

    Die weltweit auftretenden Fälle schwerwiegender Infektionen nach Herzoperationen gehen höchstwahrscheinlich auf die Kontamination von Temperaturregulierungsgeräten bei der Herstellung zurück. Eine europäische Forschungsgruppe unter Beteiligung von Infektiologen des UniversitätsSpitals Zürich und Mikrobiologen der Universität Zürich konnte dies in einer multizentrischen Studie nachweisen. Zur Verfolgung des Übertragungswegs wurden Proben mit molekulargenetischen Methoden untersucht.

  • Grosszügige leben glücklicher

    Grosszügigkeit macht Menschen glücklicher. Weniger glücklich sind Menschen, die aus purem Selbstinteresse handeln. Dabei ist es zweitrangig, wie grosszügig man sich verhält. Bereits das feste Versprechen freigiebiger zu sein, löst eine Veränderung im Gehirn aus, die uns glücklicher macht. Dies belegen UZH-Neuroökonomen in einer neuen Studie.

  • Wie Katze und Kuh Bauernkinder vor Asthma schützen

    Mikroben auf dem Bauernhof schützen Kinder vor Asthma und Allergien, das ist bekannt. Aber auch nicht-mikrobielle Moleküle scheinen einen schützenden Effekt zu haben: Immunologen der Universität Zürich zeigen, dass eine Sialinsäure, die in Bauernhoftieren vorkommt, gegen Entzündungen des Lungengewebes wirkt. Das öffnet vielversprechende Perspektiven für die Allergieprävention.

  • 200 Jahre Alfred Escher und Gottfried Keller – Projektideen gesucht

    2019 jährt sich zum 200. Mal das Geburtsjahr zweier grosser Zürcher: Alfred Escher und Gottfried Keller. Für das Jubiläumsjahr haben die Alfred Escher-Stiftung, die Gottfried Keller-Gesellschaft und die Universität Zürich den Verein «200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller» gegründet. Ab sofort können Projektideen eingereicht werden.

  • Bündner Saurier zeigt erstmals seine bizarre Schuppenpanzerung

    Graubünden vor 241 Millionen Jahren – anstatt inmitten hoher Berge sonnt sich eine kleine Echse am Inselstrand eines warmen Flachmeeres, in dem sich viele Fische und Meeresreptilien tummeln. Diese Geschichte erzählt ein exzellent erhaltener Neufund des Sauriers Eusaurosphargis dalsassoi, den Paläontologen der Universität Zürich erforscht haben.

  • Überaktive Fresszellen könnten geistigen Verfall bei Alzheimer bewirken

    Forschende der Universität Zürich zeigen erstmals eine überraschende Wirkung von Fresszellen im Gehirn: Fehlt ihnen das Protein TDP-43, entfernen sie nicht nur die Alzheimer Plaques, sondern auch Synapsen. Vermutlich führt diese Synapsen-Entfernung zum Abbau von Nervenzellen bei Alzheimer und anderen neurodegenerativen Krankheiten.

  • Was Stammzellen zu perfekten Alleskönnern macht

    Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich haben das Eiweiss entdeckt, das natürliche embryonale Stammzellen befähigt, sämtliche Körperzellen zu bilden. Bei in Zellkulturen gezüchteten embryonalen Stammzellen ist dieses Alleskönnerpotenzial eingeschränkt. Dieses Wissen wollen die Wissenschaftler nutzen, um grosse Knochenbrüche mit Stammzellen zu behandeln.

  • Bisher unbekanntes Aussterben grosser Meerestiere entdeckt

    Vor über zwei Millionen Jahren verschwand ein Drittel der Haie, Wale, Meeresvögel und -schildkröten. Dieses bisher in der Erdgeschichte unerkannte Aussterben der grössten marinen Megafauna hatte nicht nur beachtliche Folgen für die Artenvielfalt, sondern auch für die Ökosysteme in Küstengewässern. Dies zeigen Forschende der Universität Zürich auf.

  • Familienleben als Sprungbrett für gemeinsame Jungenaufzucht

    Viele Vögel verzichten auf eigenen Nachwuchs, um anderen zu helfen, ihre Jungen grosszuziehen. Über den Hervorgang der sogenannten kooperativen Brutpflege sind sich Forscher uneinig. Nun zeigt ein UZH-Evolutionsbiologe mit einem neuen Ansatz, dass das Familienleben zentral ist für die Evolution der kooperativen Brutpflege.

  • Legende des Prinzen Vessantara auf 50 Metern Tuch erzählt

    Seit über 2000 Jahren ist sie Erzählstoff asiatischer Literatur und Kunst: Die Geschichte des Prinzen Vessantara, der sich von allem trennt, um Buddha zu werden. Sie ist nun auf bis zu 50 Meter langen, baumwollenen Rollbildern im Völkerkundemuseum der Universität Zürich zu sehen. Wie die Rollbilder in Dorffesten Nordost-Thailands eingesetzt werden, zeigt eine neue Ausstellung ab dem 20. Juni 2017.

  • Neues «WHO Collaborating Centre» für Bewegung und Gesundheit

    Die Universität Zürich erhält ein neues «WHO Collaborating Centre for Physical Activity and Health»: Die Forschungsgruppe «Bewegung und Gesundheit» und andere Gruppen des Instituts für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention werden die Weltgesundheitsorganisation bei ihrem Aktionsplan für mehr körperliche Aktivität unterstützen.

  • Die Erschaffung des bisher komplexesten virtuellen Kosmos

    Forschende der Universität Zürich haben mit einem Hochleistungsrechner die Entwicklung des Weltalls simuliert. Aus Billionen von Teilchen sind so etwa 25 Milliarden virtuelle Galaxien entstanden. Dieser Galaxienkatalog dient der Kalibrierung des Satelliten Euclid, der 2020 ins All startet, um die Dunkle Materie und die Dunkle Energie im Weltall zu ergründen

  • Hunde helfen bei der Erforschung von Brustkrebs

    Krebs der Milchdrüse bei Hündinnen ist Brustkrebs von Menschen sehr ähnlich. Daher kommen Behandlungsmethoden aus der Humanmedizin oft auch bei Hunden zum Einsatz. Umgekehrt können wissenschaftliche Erkenntnisse, die bei Hündinnen mit Mammatumoren gewonnen werden, auch für die Humanmedizin wichtig sein. Forschende der Universität Zürich konnten zeigen, wie sehr sich diese Tumoren von Hund und Mensch ähneln.

  • Pferde kauen ähnlich wie Wiederkäuer

    Im Gegensatz zu Wiederkäuern zerkleinern Pferde ihr Futter nur einmal – dafür mit ebenso regelmässigen, rhythmischen Kaubewegungen wie Kühe, die ihre Nahrung nach dem Fressen wiederkauen. Dies zeigen Forschende der Universität Zürich und der ETH Zürich auf. Sie vermuten, dass Wiederkäuer ihre Nahrung beim ersten Fressen weniger intensiv kauen, um ihre Zähne zu schonen.