Medienmitteilungen

  • Kranke Mäuse ziehen sich zurück und vermindern so Ansteckungen

    Fühlen sich frei lebende Hausmäuse krank, meiden sie den Kontakt zu ihren Artgenossen. Damit reduzieren sie das Risiko, dass sich die Krankheit in der Gruppe ausbreitet. Gemäss einer Studie von Evolutionsbiologen der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich helfen diese Resultate, die Modelle zur Prognose der Ausbreitung von Infektionskrankheiten wie Grippe oder Ebola bei Menschen zu verbessern.

  • Von den Tropen ins Wohnzimmer

    Orchidee, Begonie, Ficus oder Saintpaulia sind ursprünglich tropische Pflanzen, die unser Wohnzimmer erobert haben. Der Botanische Garten der Universität Zürich beleuchtet in der Ausstellung «Von den Tropen in die Stube – Vielfalt der Gesneriengewächse» eine dieser tropischen Pflanzenfamilien, deren Name den Zürcher Naturforscher Conrad Gessner ehrt. Besucherinnen und Besucher können noch bis zum 2. Oktober mehr über den Ursprung und die Kultivierung dieser ausserordentlich vielfältigen tropischen Pflanzenfamilie erfahren.

  • Ursprung des Schildkröten-Panzers liegt in der Funktion des Grabens

    Der Panzer einer Schildkröte schützt sie vor ihren Feinden. Im Lauf der Evolution entwickelte er sich aus verbreiterten Rippen, die zusammenwuchsen. Paläontologen der Universität Zürich zeigen nun mit internationalen Fachkollegen, dass die Frühformen der Panzer nicht dem Schutz dienten. Die Rippen verbreiterten sich, damit die Tiere besser graben konnten.

  • Wirkung der Prion-Proteine auf die Nerven erstmals nachgewiesen

    Mutieren Prion-Proteine, lösen sie Rinderwahn und die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit aus. Obwohl sie in fast jedem Organismus vorkommen, blieb die Funktion dieses Eiweisses bislang ungeklärt. Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich haben nun nachgewiesen, dass Prion-Proteine zusammen mit einem bestimmten Rezeptor für die Gesundheit der Nerven verantwortlich ist. Daraus könnten sich neue Therapien für chronische Nervenkrankheiten ergeben.

  • Schmelzende Eisdecke könnte Schadstoffe aus dem Kalten Krieg freilegen

    In den 60er Jahre wurde in Grönland ein militärischer Stützpunkt unter dem Eis aufgegeben. Eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Zürich zeigt nun: Durch den Klimawandel könnten gefährliche Abfallstoffe wieder an die Oberfläche gelangen, die eigentlich als für immer unter dem Eisschild begraben betrachtet wurden

  • Fregattvögel schlafen im Flug

    Schlafend fliegen ohne vom Himmel zu fallen: Fregattvögel sind dazu fähig. Sie können im Flug gleichzeitig mit beiden Gehirnhälften oder nur mit einer Hälfte schlafen – pro Tag aber nicht mehr als eine Dreiviertelstunde. Durch Messung der Gehirnaktivität bei Fregattvögeln liefert ein Wissenschaftler der Universität Zürich und ETH Zürich mit einem internationalen Forscherteam den erstmaligen Nachweis, dass und wie Vögel im Flug schlafen.

  • Neuer Ansatz für Umwelttest von Nutztiermedikamenten

    Nutztiermedikamente können Dung abbauende Nützlinge schädigen. Deshalb müssen neu entwickelte Wirkstoffe im Labor an einzelnen Tierarten getestet werden. Evolutionsbiologen der Universität Zürich hinterfragen die Zuverlässigkeit solcher Laboruntersuchungen. Sie evaluierten an vier klimatisch unterschiedlichen Standorten die Umsetzung eines Freilandtests anhand des Parasiten-Medikaments Ivermectin. Das internationale Konsortium von Wissenschaftlern legt damit einen neuen Ansatz für ausgereiftere Umweltverträglichkeitstests vor.

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