Neuste Medienmitteilungen

  • Drei Wissenschaftlerinnen erhalten Vontobel-Preis für Altersforschung

    Edlira Luca von UniversitätsSpital Zürich, Anne-Laure Mahul-Mellier von der EPFL Lausanne und Jenna Wünsche von der Universität Basel erhalten den diesjährigen Vontobel-Preis für Altersforschung. Die Forscherinnen werden für ihre Arbeiten im Bereich Muskelregeneration, Parkinson und Wohlbefinden im Alter ausgezeichnet.

  • Weizen-Vielfalt entstand durch Einkreuzung von Wildgräsern

    Brotweizen ist enorm anpassungsfähig an unterschiedliche regionale Bedingungen. Entstanden ist seine grosse genetische Vielfalt insbesondere durch die Einkreuzung zahlreicher Chromosomen-Fragmente aus Wildgräsern. Das zeigen die Genomsequenzen von zehn Weizensorten aus vier Kontinenten, die ein internationales Konsortium mit Beteiligung von Forschenden der Universität Zürich nun entschlüsselt hat.

  • Honig als Grundnahrungsmittel und indigenes Kulturgut

    Die neue Ausstellung im Völkerkundemuseum der Universität Zürich befasst sich mit Ayoréode, Nomadinnen und Nomaden in den Wäldern Boliviens, die sich seit Jahrzehnten an ein sesshaftes Leben anpassen müssen. Wie bewahren sie dabei ihr mündlich überliefertes Wissen über Wildbienen? Wie entwickeln sie ihr Können im neuen Lebensumfeld? Alltagsgegenstände und Stimmen aus der indigenen Bevölkerung machen das Aufeinandertreffen von zwei sehr unterschiedlichen Weltbildern und Lebensweisen erlebbar.

  • Urzeit-Hai hielt seine grössten Zähne gut verborgen

    Manche, wenn nicht sogar alle Haie, die vor 300 bis 400 Millionen Jahren lebten, klappten ihre Kiefer nicht nur nach unten, sondern drehten sie zugleich gegen aussen. Dadurch konnten sie ihre grössten, schärfsten und nach innen gerichteten Zähne bei Fangen der Beute optimal zum Einsatz bringen. Dies zeigen Paläontologinnen und Paläontologen der Universitäten Zürich und Chicago mithilfe von Computertomografie und 3D-Druck.

  • Emil Bührles Aufstieg als Unternehmer und Kunstsammler

    Wie Emil Bührle der Aufstieg zum Unternehmer, internationalen Kunstsammler und zur Persönlichkeit der Zürcher Elite gelang, zeigt eine neue Studie von UZH-Professor Matthieu Leimgruber im Auftrag von Stadt und Kanton Zürich. Erstmals werden dabei die Verflechtungen und Wechselwirkungen von Waffen, Geld und Kunst gemeinsam untersucht.

  • Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren fördern Gesundheit in Untergruppen von aktiven älteren Menschen

    Die DO-HEALTH-Studie unter Leitung der Zürcher Altersmedizinerin Prof. Heike Bischoff-Ferrari untersucht den Effekt von einfachen Massnahmen auf die Gesundheit von gesunden Erwachsenen im Alter von 70+. Die erste Auswertung zeigt keine signifikante Verbesserung in Bezug auf Knochenbrüche, Bein- und Gedächtnisfunktion durch die Einnahme von Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und Krafttraining. Bestimmte Gruppen könnten aber dennoch profitieren.

  • Genetik des Wirts bestimmt Zusammensetzung von Viren-Gemeinschaften

    Pflanzen können von mehreren Viren gleichzeitig befallen werden. Die Zusammensetzung der Erreger ist jedoch unterschiedlich, auch wenn die Individuen zur selben Art und Population gehören. Ökologinnen der Universität Zürich haben nun gezeigt, dass diese Unterschiede in erster Linie auf genetische Variation zwischen den Wirten zurückzuführen sind. Der Verlust der genetischen Vielfalt könnte Arten somit anfälliger für Infektionen und Artensterben machen.

  • Schweizer Fatalismus schützt in der Pandemie vor negativen Gefühlen

    Vertrauen oder Enttäuschung über das staatliche Krisenmanagement sind in Pandemiezeiten wichtig für die Stimmungsbalance. Dies zeigt eine Studie der Universität Zürich, die auf Befragungen in Israel und der Schweiz basiert. Ende April zeigten sich die Israelis doppelt so enttäuscht über ihre Regierungsinstitutionen in der Pandemie wie Schweizerinnen und Schweizer. In der Schweiz sorgte dafür ein gewisser Fatalismus für weniger negative Gefühle.

  • Corona-Krise bringt höhere Mediennutzung, aber sinkende Erträge

    In unsicheren Zeiten wendet sich die Bevölkerung wieder vermehrt dem Informationsjournalismus zu. Die höhere Mediennutzung bringt jedoch keine zusätzlichen Einnahmen. Im Gegenteil: Die Werbebudgets brechen ein und die Zahlungsbereitschaft für Onlinenews ist weiterhin tief. Es braucht neue Bezahlmodelle, aber auch die direkte Medienförderung bleibt unentbehrlich, wie aus dem Jahrbuch Qualität der Medien 2020 des UZH-Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft fög hervorgeht.

  • Multiple Sklerose als Kehrseite von Immun-Fitness

    Etwa die Hälfte der an Multipler Sklerose erkrankten Menschen tragen die Genvariation HLA-DR15 in sich. Eine Studie unter Leitung der Universität Zürich hat nun geklärt, wie diese erbliche Veranlagung im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren zur Entwicklung der Autoimmunkrankheit beiträgt. Ausschlaggebend dafür ist die Bildung eines Repertoires von Immunzellen, die zwar effektiv Krankheitserreger abwehren, gleichzeitig aber auch das Hirngewebe angreifen.

  • Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren

    Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen. Dies hat das Institut für Vergleichende Sprachwissenschaft der UZH durch Experimente mit einer künstlichen Grammatik herausgefunden. Daraus lässt sich schliessen, dass diese Fähigkeit auf gemeinsame Vorfahren zurückgeht.

  • Frühes Trauma beeinflusst Stoffwechsel über Generationen hinweg

    Ein Kindheitstrauma führt bei Mäusen und Menschen zur Veränderung von Blutfaktoren, wie eine Studie des UZH-Instituts für Hirnforschung zeigt. Diese potenziell gesundheitsschädlichen Effekte übertragen sich im Mausmodell auch auf die Nachkommen. Die Forschenden identifizierten einen biologischen Mechanismus, durch den die traumatischen Erfahrungen in die Keimbahn eingebettet werden.

  • Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens

    Wissenschaftler der UZH haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht. Gemäss dem internationalen Forscherteam sollen sie rund 3000 Jahre alt sein. Der Fund legt nahe, dass sich die aufkommenden Reitertruppen Zentralasiens mit Ballspielen fit hielten.

  • Evolution in Aktion: Neue Pflanzenart im Urnerboden

    Die neue Pflanze "Cardamine insueta" tauchte im Urnerboden vor rund 150 Jahren auf, als sich die Schweizer Alpenregion vom Wald zum Grasland wandelte. Dies neu entstandene Art aus der Gattung der Schaumkräuter konnte nur dank zwei vererbten Schlüsselmerkmalen der Elternpflanzen in einer ausgeprägten Umweltnische überleben, wie Forschungen der Universität Zürich zeigen.

  • Zürich war in Sklaverei verstrickt durch Staatsanleihen, Handel und Plantagen

    Die Stadt Zürich stützte die Sklaverei und den Sklavenhandel im 18. Jahrhundert finanziell und war an der Verschleppung von tausenden Afrikanerinnen und Afrikanern beteiligt. Zürich war zudem über das Baumwollgewerbe mit der Sklaverei verwickelt, wie eine Studie von Historikern der Universität Zürich im Auftrag der Stadt Zürich zeigt.

  • Nach dem Lockdown: Vorerst keine Häufung von Corona-Infektionen an Zürcher Schulen

    Die Universität Zürich hat bei 2'500 Zürcher Schulkindern getestet, ob sie sich zwischen dem Auftreten des neuen Coronavirus und Anfang Juni 2020 infiziert haben. Erste Resultate zeigen: In der ersten Testphase vor den Sommerferien kam es zu keinen Häufungen von Corona-Infektionen an Zürcher Schulen. Zudem wurden Kinder mit Corona-typischen Symptomen nicht häufiger positiv auf Antikörper getestet als Kinder ohne solche Symptome.

  • Flexibles Handeln durch Umprogrammieren von Hirnzellen

    Menschen wie Tiere haben die Fähigkeit, sich immer wieder auf neue Situationen einzustellen. Das Institut für Hirnforschung der Universität Zürich zeigt nun im Mausmodell, welche Nervenzellen im Gehirn hierbei das Kommando haben. Die Studie trägt so zum Verständnis von Entscheidungsprozessen bei gesunden und kranken Menschen bei.

  • Einheimischer Dino ist neuer Museums-Blickfang

    Das Zoologische und das Paläontologische Museum der Universität Zürich sind um eine unübersehbare Attraktion reicher: Ab dem 15. September empfängt ein fast acht Meter langer Plateosaurier die Besucherinnen und Besucher. Das über 200 Millionen Jahre alte Fossil wurde 2018 in Frick ausgegraben. Zusätzlich zum Skelett wird eine detailgetreue Rekonstruktion des Tiers in Originalgrösse gezeigt.

  • Mehr Online-Unterricht für mehr Studierende an der UZH

    An der Universität Zürich werden im Herbstsemester rund 28'100 Studierende eingeschrieben sein – rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Einen Zuwachs verzeichnen sowohl Bachelor- wie auch Masterstudiengänge. In der Lehre setzt die UZH auf Präsenz- und Onlineunterricht.

  • Junge UZH-Forschende erhalten 4,5 Millionen Euro Fördergelder

    Zwei Wissenschaftlerinnen und ein Wissenschaftler der Universität Zürich werden mit den hoch dotierten ERC Starting Grants der Europäischen Union unterstützt. Die drei Jungforschenden können damit ihre wegweisenden Projekte zu Mutterschaft und Arbeitsmarkt, zur Visualisierung der Dynamik von Neurotransmittern im Gehirn sowie zur Rolle von Kunstwerken im frühneuzeitlichen globalen Christentum finanzieren.