Neuste Medienmitteilungen

  • Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären

    Während der letzten Eiszeit könnte der Mensch eine Schlüsselrolle gespielt haben, dass die Höhlenbären in Europa ausgestorben sind. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie mit Beteiligung der Universität Zürich, die genetisches Material aus mehreren Höhlen auswertete.

  • Versteckte Genvariation ermöglicht evolutionäre Sprünge

    Laborpopulationen von Bakterien, die versteckte genetische Varianten ansammeln, sind zu überraschenden Evolutionssprüngen fähig. Wie Forschende der Universität Zürich zeigen, verleiht diese «kryptische» Genvariation den Bakterien viel mehr Möglichkeiten, sich an rasche Umweltveränderungen anzupassen. Mit diesem Prozess könnten auch neue Biomoleküle für die Medizin entwickelt werden.

  • Verdächtige Immunzellen der Multiplen Sklerose entlarvt

    Forschende der Universität Zürich haben jene Abwehrzellen identifiziert, die wahrscheinlich eine Schlüsselrolle bei der Multiplen Sklerose (MS) spielen. Die MS-typischen T-Helfer-Zellen gelangen vom Blut ins Zentrale Nervensystem, wo sie zu Entzündungen führen und die Nervenzellen schädigen. Ihre Entdeckung eröffnet Möglichkeiten für Überwachung und Therapie von MS.

  • Eintauchen in farbenprächtige Süsswasserwelten

    Schildkröten, Bären und Krokodile. Tropische Wälder, abgrundtiefe Höhlen und kantige Eismassen. Dies alles erscheint in den lichtdurchfluteten Unterwasserwelten von Michel Roggo. Der Schweizer Fotograf hat den Globus bereist und mit seiner Kamera alle wichtigen Süsswassertypen festgehalten. Entstanden ist eine Ausstellung mit über 900 Aufnahmen, die nun im Zoologischen Museum der Universität Zürich gezeigt wird.

  • Wie Pflanzen Wachstum, Fortpflanzung und Immunabwehr steuern

    Ein internationales Forschungsteam hat einen neuartigen Mechanismus entdeckt, mit dem ein Rezeptor pflanzeneigene Peptide erkennt. Die Entdeckung dieses Aktivierungsmechanismus schafft ein neues Paradigma, wie Pflanzen auf interne und externe Einflüsse reagieren. Die Studie «Mechanisms of RALF peptide perception by a heterotypic receptor complex» wurde in der Fachzeitschrift «Nature» veröffentlicht.

  • Neuer Therapieansatz fördert Reparatur von Blutgefässen nach einem Hirnschlag

    Nach einem Hirnschlag helfen Antikörper gegen das Signalmolekül Nogo-A, die Blutgefässe im verletzten Areal zu erneuern. Dadurch lassen sich Bewegungsstörungen als Folgeerscheinung verringern, wie Forschende der Universität Zürich an Mäusen zeigen. Die Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für die Therapie.

  • Je fetter die Beute, desto ehrlicher die Leute

    Je mehr Geld sich in einer verlorenen Geldbörse befindet, desto eher wird es seinem Besitzer zurückgegeben. Dies zeigen Forschende der Universitäten Zürich, Michigan und Utah in einer weltweit angelegten Studie. Sie erklären das überraschende Ergebnis damit, dass unehrliche Finder ihr Selbstbild anpassen müssen und dies mit psychologischen Kosten verbunden ist, die den materiellen Wert der Geldbörse übersteigen können.

  • Spülsystem im Magen schont die Zähne der Wiederkäuer

    Ziegen, Schafe und Kühe nehmen mit dem Fressen oft zahnschädigende Erdpartikel auf. Wie sich die Tiere vor zu schnellem Zahnabrieb schützen, zeigen nun Forschende der Universität Zürich auf: Das Magensystem der Wiederkäuer wäscht die aufgenommene Nahrung vor dem zweiten Kauen von Staub und Sand frei.

  • Umweltveränderungen in der Schweiz vom All aus erfassen

    Die innovative Technologie Swiss Data Cube (SDC) sammelt alle verfügbaren Daten aus dem amerikanischen Landsat-Programm und der europäischen Satellitenreihe Sentinel 1 und 2. Die Universitäten Zürich und Genf, die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL sowie die UNEP/GRID-Genf wollen nun mit einer neuen Kooperationsvereinbarung die Erdbeobachtungsdaten nutzen und so das nationale Umweltmonitoring stärken.

  • Väter verhelfen zu grösseren Gehirnen

    Säugetierarten sind umso intelligenter, je grösser ihr Gehirn ist. Ein grosses Hirn auszubilden, benötigt aber sehr viel Energie. Um ihre Jungen zu versorgen, sind Weibchen vieler grosshirniger Tierarten daher auf die Hilfe anderer Gruppenmitglieder angewiesen. Forschende der Universität Zürich zeigen nun, dass speziell jene Tierarten grössere Gehirne entwickeln, bei denen die Väter die Mütter unterstützen. Denn nur sie helfen zuverlässig.

  • Schimpansen fischen und fressen Krabben

    Schimpansen ernähren sich vor allem vegetarisch, manchmal fressen sie Fleisch. Forschende der Universität Zürich zeigen nun zum ersten Mal, dass Schimpansen auch Krabben fressen. Sie beobachteten in Guinea, wie Schimpansen regelmässig nach Krabben fischen.

  • Dominoeffekt beim Artensterben gefährdet Biodiversität zusätzlich

    Die Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Pflanzenarten und ihren Bestäubern verstärken die negativen Effekte des Klimawandels. Wie UZH-Forschende zeigen, liegt die Gesamtzahl der vom Aussterben bedrohten Arten dadurch deutlich höher, als in bisherigen Modellen vorausgesagt.

  • Veränderte Hirnaktivität bei sozial auffälligen Teenagern

    Mädchen mit problematischem Sozialverhalten zeigen eine reduzierte Hirnaktivität und eine schwächere Vernetzung zwischen Hirnregionen, die für die Emotionsregulation relevant sind. Die Erkenntnisse einer internationalen Studie unter Beteiligung der Universität Zürich bieten eine neurobiologische Erklärung für die Schwierigkeiten der Betroffenen, ihre Gefühle zu kontrollieren, und liefern Impulse für die Therapie.

  • Zweisprachige Kinder zeigen feineres Gespür für Gesprächspartner

    Zweisprachige Kinder passen sich den Bedürfnissen ihrer Gesprächspartner besser an als einsprachige. Forschende der Universität Zürich führen dies darauf zurück, dass bilingual aufwachsende Kinder häufiger anspruchsvolle Kommunikationssituationen bewältigen müssen und mit den unterschiedlichen Gesprächsstilen ihrer Elternteile konfrontiert sind.

  • Schleichender Verlust von Wissen bedroht indigene Gemeinschaften

    Was indigene Gemeinschaften in Südamerika über Pflanzen wissen, ist meist nirgends schriftlich festgehalten. Nun haben Ökologen der Universität Zürich in mehreren Regionen alles Wissen über Palmen gesammelt und als Netzwerk dargestellt. Dabei stellte sich heraus, dass besonders der gleichzeitige Verlust von Biodiversität und Wissen das wirtschaftliche Überleben indigener Menschen gefährdet.

  • Krankheitsanfälligkeit entwickelt sich im Kindesalter

    Traumatisierte Kinder und Kinder, bei denen sich mehrere Allergien entwickeln, leiden im Erwachsenenalter eher an chronischen Entzündungskrankheiten und psychischen Beeinträchtigungen. Dies zeigen Forschende der Universitäten Zürich und Lausanne in einer Studie, in der sie fünf Gruppen der frühen Immunsystem-Programmierung identifizieren.

  • Die Universität Zürich verleiht sechs neue Ehrenpromotionen

    Die Universität Zürich verleiht an ihrem 186. Dies academicus den Titel einer Ehrendoktorin an die Rechtsprofessorin Niamh Moloney, die Kinderärztin Marina Cavazzana, die Linguistin Johanna Nichols sowie an Kathleen M. Carley, Spezialistin für Computeranalysen. Ebenfalls die Ehrendoktorwürde erhalten der Judaist Shimon Gesundheit sowie der Nachhaltigkeitsexperte Ghassem R. Asrar. Als Ehrensenatorinnen ernannt werden Alt-Bundesrätin Doris Leuthard und Verlegerin Denise Schmid.

  • In 30 Jahren wird jeder zweite Schweizer schon gekifft haben

    Bis ins Jahr 2045 wird fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung schon einmal Cannabis konsumiert haben. Gemäss einer neuen Studie der Universität Zürich wird dann auch die Zahl der aktiven Konsumentinnen und Konsumenten um 50 Prozent höher sein als im Jahr 2015 – ausser die Schweiz reguliert den Konsum und Markt neu.

  • Forscher beobachten langsamsten je gemessenen Atomzerfall

    Eigentlich soll der XENON1T-Detektor tief im Untergrund Teilchen der Dunklen Materie aufspüren. Doch einem Forscherteam unter führender Beteiligung von Zürcher Physikern ist es jetzt gelungen, damit erstmals einen anderen äusserst seltenen Vorgang zu beobachten: den Zerfall des Atoms Xenon-124, das die enorme Halbwertszeit von 1,8 × 10 hoch 22 Jahren aufweist.

  • Schadenfreude: Dein Leid ist mein Gewinn

    Wird jemand am Arbeitsplatz schikaniert, reagieren Kollegen mit Empathie – oder mit Schadenfreude. Diese tritt laut einer Studie der Universität Zürich primär in hoch kompetitiven Arbeitskontexten auf, wenn einem das Leid anderer den eigenen Zielen näherbringt. Das Verheerende: Schadenfreude kann ansteckend wirken. Es lohnt sich deshalb, ein integratives Arbeitsklima sowie teamorientierte Anreize zu schaffen.